3D-Zellkultur: Sphäroide und Organoide bilden, kultivieren und auswerten

Sphäroide bilden, Organoide langfristig kultivieren, auswerten und isolieren: Werkzeuge und Beratung für die 3D-Zellkultur aus einer Hand.

CERO 3D Demo anfordern 3D-Fachleute fragen

CERO 3D Bioreaktor mit geöffnetem Deckel auf dem Labortisch

Warum 3D-Zellkultur? Wo 2D-Modelle an Grenzen stoßen

Zellen, die als flache Einzelschicht auf Kunststoff wachsen, fehlt, was echtes Gewebe ausmacht: eine dreidimensionale Architektur, Kontakte zu Nachbarzellen und zur extrazellulären Matrix sowie Gradienten von Nährstoffen und Sauerstoff. Deshalb sagen 2D-Modelle die Wirksamkeit und Toxizität von Wirkstoffen oft schlecht voraus.

In der 3D-Zellkultur wachsen Zellen als Sphäroide, Organoide oder Gewebestücke. Diese Modelle bilden Zell-Zell- und Zell-Matrix-Kontakte, Sauerstoffgradienten mit hypoxischem Kern, das Eindringen von Wirkstoffen und Resistenzen sowie die Bildung extrazellulärer Matrix nach. Das macht sie aussagekräftiger für Tumorbiologie, Toxikologie, Virologie und regenerative Medizin.

3D-Kultur ist allerdings anspruchsvoller. Typische Herausforderungen sind:

  • heterogene Zellpopulationen bei der Differenzierung pluripotenter Stammzellen,
  • Verlust von Struktur und Stoffwechselaktivität von Organoiden in der Langzeitkultur,
  • zeitaufwendige Handarbeit wie Mediumwechsel,
  • hohe Kosten für Verbrauchsmaterial und Substrate.

Die Werkzeuge unten setzen genau hier an – von der gleichmäßigen Sphäroidbildung über die Langzeitkultur bis zur Auswertung in Echtzeit und zur Isolierung einzelner Organoide.

Sphäroid, Organoid oder Gewebe: Welches 3D-Modell brauchen Sie?

Schnitt durch ein Sphäroid mit angefärbten proliferierenden Zellen

Sphäroide

Kompakte Aggregate aus Zelllinien oder Primärzellen – einfach herzustellen und gut geeignet für Tumorbiologie, Wirkstoff- und Toxizitätstests sowie Virologie. Beispiele aus Forschungslaboren: HepG2-Sphäroide über mehr als 80 Tage im CERO 3D, Myosphären aus Primärzellen vom Schwein und Darmtumor-Sphäroide für Nanopartikeltests.

Nierenorganoide aus iPSC, gewachsen im CERO 3D Bioreaktor

Organoide

Selbstorganisierte Mini-Organe aus Primärgewebe, embryonalen Stammzellen oder iPSC, die wesentliche Merkmale von Aufbau und Funktion eines Organs nachbilden. Beispiele: Magen-Organoide (Technische Universität München), Nieren-Organoide (Nephrolab Köln), zerebrale Organoide und Gliom-Assembloide (Sevenich-Labor) sowie hämatopoetische Organoide für CAR-Makrophagen.

Nahaufnahme gleichmäßiger, runder iPSC-Aggregate in Suspensionskultur

Stammzellen und Gewebe

Induzierte pluripotente Stammzellen als 3D-Aggregate oder auf Mikrocarriern vermehren, zu schlagenden Cardiac Bodies und anderen Gewebemodellen differenzieren oder Gewebebiopsien langfristig kultivieren.

Mit oder ohne Gerüst: Methoden der 3D-Zellkultur

Gerüstfrei

Die Zellen aggregieren von selbst, ohne Einbettsubstrat. Übliche Formate sind Ultra-Low-Attachment-Platten, hängende Tropfen und die dynamische Suspensionskultur im Bioreaktor. Gerüstfreie Methoden liefern dichte Aggregate und sind einfach zu handhaben.

Von OLS: Sphäroid-Platten (CEROplate ULA) und der 3D-Zellkultur-Bioreaktor CERO 3D.

Gerüstbasiert

Die Zellen wachsen in oder auf einer Matrix – etwa in Hydrogelen wie Kollagen oder Basalmembran-Extrakten oder auf Mikrocarriern. Das Gerüst gibt Kontrolle über Steifigkeit und Umgebung, bringt aber ein zusätzliches Substrat in den Ablauf.

Von OLS: Alginat-Mikrocarrier mit einstellbarer Steifigkeit (2–8 kPa) und Größe (100–500 µm).

Ihr 3D-Ablauf: bilden, kultivieren, vermehren, auswerten, isolieren

Vom ersten Sphäroid bis zum isolierten Organoid – für jeden Schritt das passende Werkzeug und Beratung aus einem Team.

CEROplate 96-Well-Platte mit Ultra-Low-Attachment-Oberfläche, gegen das Licht gehalten

Bilden: CEROplate ULA-Platten

Gleichmäßige Sphäroide in 2 bis 24 Stunden, je nach Zelltyp. 96- und 384-Well-Platten mit U-Boden tragen ein Sphäroid pro Well, 6- und 24-Well-Platten haben einen Flachboden. Steril, endotoxinfrei und nicht zytotoxisch – Bildung und Auswertung laufen in derselben Platte.

CEROplate entdecken Zum Shop

CERO 3D Incubator & Bioreactor, freigestelltes Produktfoto

Kultivieren: CERO 3D Incubator & Bioreactor

Gerüstfreie Kultur mit scherkraftarmer, bidirektionaler Rotation in vier einzeln geregelten CEROtubes. CO₂, Temperatur und pH werden automatisch geregelt – für Kulturen über Tage bis Monate.

CERO 3D entdecken

Alginat-Mikrocarrier für die Stammzellvermehrung

Vermehren: Alginat-Mikrocarrier

Weiche Alginat-Mikrocarrier für die Vermehrung von hiPSC im CERO 3D: über 85 % Viabilität und mehr als 6 × 10⁶ Zellen nach vier Tagen.

Mikrocarrier entdecken

xCELLigence RTCA eSight, Vorderansicht

Auswerten: xCELLigence RTCA eSight

Wachstum von Tumorsphäroiden und ihre Abtötung durch Immunzellen in Echtzeit verfolgen – etwa mit Bildern alle 4 Stunden über 10 Tage.

Zu den 3D-Assays

CellRaft AIR System mit geöffnetem Deckel

Isolieren: CellRaft AIR System

Hunderte Organoide auf einem Array kultivieren, als Z-Stapel im Hellfeld und in Fluoreszenz abbilden und intakte Organoide automatisch aus der Matrix in 96-Well-Platten überführen – für nachfolgende Assays.

Organoide automatisch isolieren

Versorgen: Zellkulturmedien, Seren und Zusätze von PAN-Biotech, darunter Stammzellmedien und serumfreie Medien.

ULA-Platte oder Bioreaktor? So entscheiden Sie

Eine ULA-Platte (CEROplate) passt, wenn Sie …

  • ein Sphäroid pro Well brauchen,
  • viele Bedingungen parallel testen, etwa beim Screening im 96- oder 384-Well-Format,
  • Sphäroide in derselben Platte bilden und auswerten wollen.

Ein Bioreaktor (CERO 3D) passt, wenn Sie …

  • große Mengen brauchen – im Sevenich-Labor mehr als 200 zerebrale Organoide je CEROtube,
  • Kulturen lange stabil halten müssen – über 80 Tage bei HepG2-Sphäroiden, über fünf Monate bei zerebralen Organoiden,
  • Stammzellen im selben Gefäß vermehren und differenzieren wollen.

Im direkten Vergleich mit 96-Well-ULA-Platten erreichten Gliom-Assembloide aus dem CERO 3D eine verbundene Oberfläche von über 50 % statt unter 10 % und zeigten weniger Apoptose. Zum Bericht des Sevenich-Labors.

Bei Nieren-Organoiden erlaubt das CERO 3D die direkte Inokulation; ein eigener Aggregationsschritt in ULA-Platten entfällt.

Nicht sicher, welcher Ansatz zu Ihren Zellen passt? Fragen Sie unsere Fachleute.

Bewährt in Forschungslaboren

Häufige Fragen zur 3D-Zellkultur

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